Zu hohe Kontogebühren für Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende

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Laut der Zeitschrift „Öko Test“ bezahlen Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende oftmals zu hohe Kontoführungsgebühren für die Geschäftskonten. Für Privatpersonen ist die Kontoführung meistens kostenlos. Geschäftskunden hingegen bezahlen durchschnittlich zwischen 250 und 351 Euro pro Jahr. In Einzelfällen werden sogar Gebühren bis zu 1000 Euro jährlich fällig. Experten fanden nur ein Konto das für Selbstständige kostenlos ist. Das Angebot gilt allerdings nur für bestimmte Berufsgruppen. Insgesamt wurden 51 Angebote von 33 Banken untersucht.

Kontokorrentkredit – eine Kostenfalle

Laut dem Test steckt die Tücke oftmals im Detail. Der Aufwand für die Kontoführung wird von jedem Geldinstitut anders berechnet. Mitunter werden innerhalb eines Institutes verschiedene Preismodelle angeboten. Eine der kostenfallen für Geschäftskunden lauert zum Beispiel beim Kontokorrentkredit. Wenn die Banken ihren Kunden solch einen Kreditrahmen einräumen, lassen sie sich das natürlich auch bezahlen. Neben den Zinsen für in Anspruch genommene Kredite, werden auch noch Gebühren für die Bereitstellung verlangt. Auf den nicht ausgeschöpften Teil vom Kreditrahmen sind das jährlich bis zu zwei Prozent.

Getrennte Konten für Privat und Geschäft

Wie Öko-Test berichtet, sind Gewerbetreibende und Freiberufler nicht verpflichtet für ihre geschäftlichen Finanzen ein Konto einzurichten. So eine Pflicht besteht lediglich für Betriebe der Rechtsform GmbH. Für Gewerbetreibende ist ein zweites Konto jedoch empfehlenswert, weil sie so die beruflichen und privaten Finanzen besser auseinanderhalten können. Laut Öko-Test tolerieren nicht alle Institute, wenn die geschäftlichen Transaktionen von Freiberuflern über das normale Girokonto abgewickelt werden. Oft stellen die Banken dann eigenmächtig auf ein Geschäftskonto um. Damit es erst gar nicht dazu kommt, ist es ratsam, wenn Selbstständige gleich selbst ein Geschäftskonto aussuchen.

Testergebnis wurde kritisiert

Eine Sprecherin von Deutschen Sparkassen und Giroverband hat bemängelt, dass das Testdesign von Öko-Test zu kurz greife. Angeblich blieben entscheidende Leistungsbestandteile der Geschäftsgirokonten bei der Untersuchung unberücksichtigt. So sind zum Beispiel Fragen nach der Leistungsfähigkeit der Zahlungsverkehrssysteme und vom Kontozugang über Electronic-Banking-Produkte oder Finanzsoftware außen vor geblieben. Diese wären für Selbstständige jedoch meistens wichtige Entscheidungskriterien.

Bildquelle: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Allgemein Finanzen

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