Amerikanische Fonds investieren in europäische Aktien

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Positive Signale auf dem Aktienmarkt kommen aus Amerika. Europäische Aktien bekommen derzeit einen Schub durch den neuesten Trend der dortigen Fondsmanager. Amerikanische Investoren setzen verstärkt auf Aktien aus Europa. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 341 Millionen Dollar in die hiesigen Aktien investiert. Und das bereits in der 32. Woche in Folge. Diese Statistik wird seit 1992 geführt, weshalb jetzt auch festgestellt werden kann, dass dies die längste zusammenhängende Zeit mit derartigen Zuflüssen ist. In diesem Jahr kamen bisher schon 4,8 Milliarden zusammen. 2013 wurden insgesamt 24 Milliarden auf diese Art und Weise in Europa eingenommen. Die Chancen stehen gut, dass es in Zukunft ähnlich gut laufen wird.

Festlegungen über Investitionsziele treffen die Anleger oft aufgrund der Dividendenrendite. Diese gibt an, in welchem Verhältnis die Gewinnausschüttung zum Aktienkurs steht. Bei den wichtigen europäischen Aktienindizes steht dieser Wert höher als bei den Amerikanischen. Der Leitindex für den Euroraum, Stoxx 50, liegt dabei momentan bei 3,9 %. Der DAX bietet 3 Prozent und der FAZ-Index (Abbildung von 100 deutschen Aktien) 2,9 Prozent. Der Dow-Jones-Index (30 amerikanische Standardwerte) liegt dagegen nur bei 2,4 %. Der S & P-500-Index bietet sogar nur eine Dividendenrendite von 2,2 %.

Auch der S & P-Europe-350-Index, mit 350 europäischen Unternehmen sowie weiteren Firmen außerhalb des Euroraums, kann eine Dividende von 3 % aufweisen. Auch dieser ist in Amerika beliebt. Doch es gibt noch andere Gründe, warum die Amerikaner gern hier investieren: In den Vereinigten Staaten liegt momentan die Rendite für die sichere Staatsanleihe bei 2,7 % und somit gar nicht so schlecht gegenüber den riskanten Aktienunternehmungen. Hierzulande ist es andersherum: mit den sicheren Staatsanleihen ist fast nichts zu verdienen und die Aktien sehen besser aus. Deshalb stürzt man sich als Amerikaner entweder auf eigene Staatsanleihen oder/und europäische Aktien.

Europäische Indizes stehen gut da

Europäische Indizes stehen gut da

Insgesamt liegt der DAX besser als der Dow Jones, der in diesem Jahr schon fast 6 % verloren hat und in den letzten 12 Monaten zusammengefasst nur 12 % gewann. Beim DAX sehen die Zahlen unter dem Strich besser aus: In 2014 bisher 2,75 % verloren, aber in den letzten 12 Monaten 22 % gewonnen.

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